| Maurice: Zum Radsport bin ich über meinen Vater gekommen. Er meldete mich mit 8 Jahren beim jetzigen Frankfurter Radsportclub 90 e.V. an. Bei meinem ersten Rennen konnte ich als Sieger hervorgehen. Getragen von dieser Motivation fand ich immer mehr Spaß am Radfahren. Als Bezirksmeister wechselte ich mit 12 Jahren zum RC Amor München. Unter der Führung des ehemaligen Profis Otto Altweck bekam ich meinen Feinschliff. So gelang es mir, mich in immer bedeutungsvolleren Radrennen vorne zu behaupten. Als ich zu den Junioren aufstieg, wechselte ich gleichzeitig auch den Verein und ging zum RV Sturmvogel München. Dort traf ich ebenfalls auf ein starkes Team von Radrennfahrern. Die meisten davon sind/waren sogenannte „Kriteriumsflitzer“. Zusammen mit Florian Owen, den ich in dieser Zeit als meinen treuen Begleiter schätzen lernte, gewann ich zahlreiche Straßenrennen, Kriterien aber auch Bahnrennen und bayerische Titelkämpfe. Mit 18 Jahren stieg ich altersbedingt zu den Amateuren auf. Ein Aufstieg in die höchste Amateurklasse „A“ des Radrennsports gelang mir innerhalb einer Saison, durch zahlreiche Platzierungen und einen Sieg. Während meiner Bundeswehrzeit, in der ich weitestgehend vom Dienst freigestellt worden bin, konnte ich für den Bundesligaverein VCR Regensburg wichtige Bundesligarennen, Weltcuprennen bzw. –Rundfahrten und Deutsche Meisterschaften bestreiten. Nach der Bundeswehr kehrte ich wieder zu meinem Heimatverein RV Sturmvogel München, bei dem ich jetzt immer noch bin. Es folgten viele 6-Tage-Rennen, gute Straßenplatzierungen und Siege in Kriterien. |
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Florian: Es war im Herbst 1995 sprich vor 8 Jahren als ich mit meinen Eltern zum Mountainbiken am Gardasee war. Es war schön und anstrengend zugleich, wobei das positive wohl überwogen hat, sonst würde ich diesen Lebenslauf gar nicht schreiben. Als wir wieder Zuhause waren habe ich meine Mutter gebeten für mich einen Radsportverein in München zu suchen, so bin ich zum 01.01.1996 beim RV Sturmvogel München gelandet. Meine erste Saison bin ich dann in der Jugend-Klasse gefahren, dazu muss ich sagen, dass dieses Jahr eigentlich ein Lehrjahr war. Es gab so viel Neues und immer wieder stellten sich mir neue Fragen und Probleme in den Weg, sei es in den Rennen als auch beim Training. In diesem Jahr schnupperte ich aber bereits die erste Bahnluft beim 6-Tage-Rennen in München als ich beim Nachwuchsrennen der Jugend den 3.Platz belegte. In den zwei Jahren in der Juniorenklasse, haben Maurice Friedemann und ich den Spitznamen „Express“ bekommen, weil wir so ziemlich jedes Kriterium, bei dem wir am Start waren auch gewonnen haben. Diese Jahre haben uns auf dem Rad aber auch sonst in der Freizeit sehr fest zusammengeschweißt. Das erste Amateur-Jahr ist für mich sehr gut gelaufen und ich bin gleich von der C-Amateur-Klasse in die höchste Amateur-Klasse aufgestiegen. Aufgrund dieser guten Leistungen wurde ich zu zahlreichen (Weltcup-)Rundfahrten auf Mallorca, in Mauritius und China nominiert. Zusammen mit Maurice bestritt ich in der Wintersaison viele Six Days wie z.B. in München, Zürich, Stuttgart und Dortmund. Für die kommende Saison nehme ich mir viel für die so genannten Frühjahrsklassiker, Bayerische Meisterschaften und die im August stattfindende China-Rundfahrt vor. |
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